10. Februar 2010

Logbuch wunderloop, Eintrag: Kurs & Strategie

Diesen Beitrag habe ich parallel im wunderloop-blog veröffentlicht

Wir haben in den vergangenen Monaten ordentlich Fahrt aufgenommen mit wunderloop. Ein guter Zeitpunkt, einen Blick auf unsere Strategie und unsere derzeitige Situation zu werfen. Ich werde dabei nicht ermüdend ins Detail gehen, aber einmal über Deck schreiten, verschiedene Aspekte ansprechen und dort dann mit späteren Beiträgen wieder anknüpfen.

Wir fahren nur unter einer Flagge

Diese Flagge ist ist unsere eigene. Wir sind zwar bereit, dass andere in unsere Flotte investieren, bleiben aber immer neutral. Das gilt nicht nur für Kunden der gleichen Kategorie – etwa verschiedene Vermarkter -, sondern ebenso für die verschiedenen Gewässer – etwa von Agenturen, Telkos oder Vermarktern.

Enabler

Wir sehen uns als Möglichmacher. Wir machen für die verschiedensten Player Targeting zur Stärke. Mit “Premium connect” bieten wir den idealen Handelshafen für verschiedene Vermarkter. Für Agenturen liefern wir unsere Technik, die Intelligenz für agentureigene Lösungen. Mit zehnjähriger Tradition arbeiten wir für Telekommunikationsanbieter – und sind dabei zum führenden Anbieter von “Custom made Targeting” geworden. Dort arbeiten mit verschiedensten Schnittstellen, Redaktionssystemen und hochkomplexer Targeting-Technologie. Ob Trimaran-Prototyp aus Kohlefaser, Frachter der Panama-Klasse oder Yachthafen mit vollem Komfort: Wir bieten die beste Targeting-Lösung. Immer mit dem Ziel, Inventar aufzuwerten, TKPs und Conversion-Rate zu erhöhen oder die richtige Zielgruppe zu erreichen. Unser Ansatz beim Thema “Targeting für Branding- oder Response-Kampagnen” ist ganz klar: Beides. Die Kombination bringt ein optimales Ergebnis: Eine gute Performance-Kampagne wird erst durch gutes Branding eine hervorragende Kampagne.

Standard

Ich bin fest davon überzeugt, dass es Standards geben muss und geben wird, damit das Potential von Targeting bestmöglich ausgeschöpft werden kann. Als neutraler Technologie-Anbieter halten wir Kurs, genau diesen Standard zu setzen.

Bild vom 33. America's Cup von chatani auf flickr

Real Real-Time

Was für uns zum Standard gehört ist echte Echtzeit. Ich werde nicht müde das zu betonen, denn es macht für mich den entschiedenen Unterschied beim Targeting. Es wird derzeit noch viel Targeting betrieben, in dem Kundenumfragen die Datenbasis liefern. Ein Modell, das aus zwei Gründen bei der Regatta auf Dauer ohne Chance sein wird. Erstens: Konsumenten werden die Lust verlieren an diesen Umfragen teilzunehmen, weil es einfach nervt. Zweitens: Mit wochenalten Umfragedaten verpasse ich eine große Chance beim Targeting, denn selbst wenige Tage oder Wochen, können bedeuten, dass ich potentielle Kunden mit Themen anspreche, die sie längst nicht mehr interessieren. Echte Echtzeit umgeht beide Probleme. Die Systeme lernen dabei viele Daten selbst, und Kunden müssen deutlich weniger Umfragen ausfüllen. Gleichzeitig arbeiten die Systeme im Hier und Jetzt, Klick für Klick – sie lernen permanent dazu. Unterbricht Claudia etwa ihre Surfsession und übergibt das heimische Notebook an ihren Mann, erkennt unsere Targeting-Technologie das innerhalb weniger Klicks – ohne die beiden auszuspionieren, sondern einfach auf Grund abstrahierter Wahrscheinlichkeiten, die völlig anonym verarbeitet werden.

Daten. Sicher!

Seit Firmengründung steht ein Thema immer ganz oben auf unserer Agenda: Datenschutz und Datensicherheit. Als seriöses Targeting-Unternehmen ist das nicht einmal eine Wahl, sondern eine Selbstverständlichkeit. Ich kann keinen Törn starten, ohne die Privatsphäre gesichert zu haben. Wir würden mit unserer Flotte Schiffbruch erleiden, wenn wir hier keine Priorität setzen würden. Es ist letztlich der Konsument, der über unser Wohl entscheidet. Wir stellen uns alle Internetnutzer mal als Ozean vor, auf dem wir kreuzen. Jede Sicherheitslücke schaukelt sich da völlig zu Recht zu einem Sturm auf, von dem sich mancher Kahn nie wieder erholt. Es ist schön, wenn sich meine Meinung als privater Surfer mit der als CEO deckt: Die Daten müssen sicher sein, die Privatsphäre gewahrt. Genau deshalb lassen wir das immer wieder von externen Stellen prüfen und bestätigen.

Service

Was mir seit meinem Start bei wunderloop besonders am Herzen liegt, ist die Kundenzufriedenheit. Wir haben in der vergangenen Zeit massiv Service und Support verstärkt, die Usability verbessert und mit Frederike Voss eine neue Mitarbeiterin, die das Thema weiter vorantreibt. Über die Entwicklung, die ich unseren Kundenzufriedenheitsumfragen entnehmen kann, freue ich mich sehr und ich möchte auch an dieser Stelle noch einmal Dank und Lob für das ganze Team aussprechen.

Kurz und knapp

Unsere Vision ist, dass wir dafür sorgen, dass der Konsument digitale Werbung wertschätzen kann. Um das zu erreichen wollen wir zum Handelshafen werden, der den Standard setzt – wovon alle profitieren. Wir sind auf einem guten Weg dorthin zu diesem Ziel. Der Kurs ist gesetzt, bald gibt es dazu weitere Einträge von mir und meinen Kollegen.

22. Oktober 2009

Targeting-Riese entsteht: TGP und wunderloop verschmelzen ihre Technologien

Auf unserem Corporate Blog, schreibe ich etwas ausführlicher über diesen Deal und was er bedeutet. Ich möchte die Abonnenten dieses Blogs noch mal darauf hinweisen, dass es Meldungen zu wunderloop und meinen persönlichen Blick auf das Unternehmen und die Branche vor allem im wunderloop-blog gibt – also, bei der Gelegenheit am besten gleich den Feed dort abonnieren ;-)

29. September 2008

Rückblick auf die OMD mit etwas Abstand

Die OMD ist nun schon seit einigen Tagen vorbei – mit etwas Abstand möchte ich ein kurzes Fazit ziehen, wozu ich dank einigen Flügen nun endlich mal gekommen bin. Zunächst mal zum leidigen Thema Düsseldorf oder Köln, Köln oder Düsseldorf – was denn nun? Die OMD ist mittlerweile wirklich eine riesengroße Nummer, eine Messe, die sich sehen lassen kann. Ein Termin im Kalender, der Spaß macht. Ich habe keine Lust das sich das ändert. Mir ist ziemlich egal, ob sich die Branche nach Köln bewegt oder in Düsseldorf bleibt. Wichtig ist nur: Es muss eine Messe sein. Es möge das bessere Konzept, die attraktiveren Bedingungen gewinnen. Aber eine Zweiteilung wäre wirklich bitter für die Branche und kann nicht gut sein.

Jetzt mal zu dem, was mir bei der OMD viel wichtiger gewesen ist: Unsere eigene Präsentation. Ich bin ja noch nicht so lange am Ruder bei wunderloop und so eine zentrale Messe, wie die OMD ist natürlich auch ein Moment, in dem ich noch mal einen ganz anderen Blick auf unser Unternehmen bekomme. Besonders gefreut hat mich, dass wir Internationalität gezeigt haben und über ganz Europa hinweg stark aufgestellt sind. Donald Hamilton, Managing Director von wunderloop UK, kam mit Kunden von AOL und Lycos, aus Holland kam mein Kollege Bas Seelen mit Gästen von Marktplaats (Ebay Gruppe) und Funda.nl, aus Spanien reiste Dominique Loumaye mit Gästen von Orange und Terra zur OMD, aus Frankreich brachte Alain Sanjaume Cyril Zimmermann, CEO von Hi-Media, mit – eine große wunderloop-Familie kam da zusammen.

Schön war es, dass wirklich viele unserer großen Kunden auf unserem Stand vorbei gekommen sind (vielen Dank an dieser Stelle an jeden, der mit unserem Messeauftritt beschäftigt gewesen ist). Klaus-Peter Schulz (Marketingchef bei Pro Sieben Sat 1) schaute nicht nur bei uns vrobei, sondern hielt auch eine spannende Keynote zu Bewegtbild und Internet (apropos Bewegtbild – noch gar nicht so lange her, da war Klaus-Peter noch hier – insgesamt haben unsere Gäste ein breites Spektrum abgedeckt: Von Springer-Vorstand Andreas Wiele über Ebay-Chef Stefan Groß-Selbeck oder Olaf Mahr (Geschäftsführer pilot group) bis zu StudiVZ-CEO Marcus Riecke… So eine großartige Mischung hatte auch unsere Abendveranstaltung, die mir besonderen Spaß gemacht hat.

Um unseren Stand herum waren auch die anderen Anbieter von Targeting-Lösungen vertreten. Etwa Nugg.ad oder Newtention. Belebend muss ich sagen und schön, die Konkurrenz mal auf einem “Haufen” zu haben. In gewisser Weise ziehen wir auch alle am gleichen Strang, dabei, die Möglichkeiten von Targeting aufzuzeigen. Unsere Angebote fassen wir unter Integrated Targeting Services zusammen – und wir tun das so umfassend, wie wohl kein anderer. Vom redaktionellen Inhalt, über die Suchbegriffe, die ein User eingibt bis zum Surfverhalten – wir bringen alle Möglichkeiten des Targetings zusammen. Diese Bandbreite macht es sogar denkbar, dass wir mit anderen Targeting-Spezialisten gemeinsame Angebote für Kunden schnüren, wer weiß, vielleicht ergibt sich da ja mal etwas.

Erklärung zum Datenschutz

Ich werde immer noch und immer wieder gefragt, wie es denn bei uns mit dem Datenschutz aussieht. Kunden sind da immer wieder verunsichert – was verständlich ist, wenn man betrachtet, wie viele unmögliche Sachen in puncto Datenschutz in den vergangenen Monaten an die Öffentlichkeit gelangt sind. Ich kann dann immer nur erklären und versichern, dass wir in Sachen Datenschutz vorbildlich arbeiten. Was mir das Erklären zum Glück einfacher macht, sind Auszeichnungen, die wir genau dafür erhalten. Zuletzt wurden wir auf der OMD als erstes Unternehmen in Deutschland mit dem European Privacy Seal (EuroPriSe) ausgezeichnet – und als zweites Unternehmen überhaupt. DATENSCHUTZ wird bei uns groß geschrieben.
wunderloop_europrise.jpg

Fazit in kurz

Ob OMD oder DMEX – so eine große Branchenzusammenkunft ist einfach ein schönes Ereignis.

Ich habe hier verdammt lange nichts geschrieben. Keine Zeit, viel zu tun, Baustellen, die mir wichtiger sind. Dennoch fällt mir beim Schreiben dieses Beitrags auf, dass ich nicht will, dass das so bleibt. Mal sehen, entweder ich nehme mir mehr Freiraum dafür oder wir richten ein Mitarbeiterblog bei wunderloop ein, in dem ich mich dann hin und wieder mal melde. Wer weiß, wir werden sehen…

29. Juli 2008

Die erste Woche an Bord von wunderloop

Vor etwas mehr als einer Woche bin ich bei wunderloop an Bord gegangen. Und ich muss sagen: Was für ein Start! Aber der Reihe nach. Ein kurzer Rundgang:

Brücke: Strategie und Navigation

Was mich an wunderloop begeistert ist das Business-Modell und die Tatsache, dass das Unternehmen bereits hart am Wind und mit rasanter Geschwindigkeit voran segelt. Drei Jahre hintereinander hat wunderloop, haben wir, unsere Umsätze verdreifacht. Die Gewässer zeigen sich optimal für uns:

Die Werbebranche verändert sich enorm, das Internet gewinnt stetig an Bedeutung und ist sehr fragmentiert. Jeder Nutzer Surfer (wenn schon Metapher, dann auch konsequent) nutzt im Durchschnitt immer mehr Seiten und nicht mehr nur eine handvoll Portale.

Genau für diese See ist wunderloop gebaut und mittendrin. Wir haben die exakt passende Technik, berücksichtigen soziodemographische Daten und die Interessen der Nutzer. Parallel dazu wird es für Mediaplanung selbstverständlich werden, Targeting einzubeziehen. In Europa sind wir damit bereits Markführer – wir haben Büros in Luxemburg, Hamburg, Berlin, Mailand, Paris, London, Madrid, Amsterdam und ab September auch in Stockholm.

Oberdeck: Mannschaftsappell

So gut wie es bei wunderloop läuft, kann man es sich schon denken: Es gibt hier ein großartiges Team von etwa 50 Leuten in Hamburg und 20 in den weiteren Büros. Was mir den Start hier besonders leicht macht und mich riesig freut ist, dass ich noch nie in einem Unternehmen angeheuert habe in dem ich so viele alte Bekannte aus früheren Anstellungen wiedergetroffen habe. Mit vielen habe ich sogar schon in zwei Unternehmen gewirkt – die Branche scheint mittlerweile einfach eine Riesen-Community zu sein. Andersherum gehören alle Unternehmen für die ich bislang gearbeitet habe zu den Key-Accounts von wunderloop. Auch hier sieht man sich also wieder. Das macht die Arbeit einfach sehr angenehm.

Beiboote und Ausguck

Es gibt eine Sache, die für mich bei AOL sehr neu gewesen ist: Die Arbeit als Länderchef in einem internationalen Konzern. Ich weiß, wie es sich in den einzelnen Ländern anfühlt, wenn es eine zentrale Steuerung gibt. Ich weiß, welche Hindernisse, Hürden, aber auch Stärken es gibt. Ich bin für diese Erfahrung sehr dankbar, denn nun vertauschen sich die Rollen für mich als Europachef und einem Unternehmen mit Sitz in verschiedenen Ländern.

Sonnendeck

Wenn rund ums Geschäft Alles so gut aussieht, ist es natürlich besonders toll, wenn der Rest auch noch passt. Und wie! Wir hatten in der vergangenen Woche eine kleine Feier und ich muss sagen, auch hier ein super Team. Die Mannschaft ist im Schnitt recht jung und kann feiern. Zunächst waren wir bei Käpt’n Prüsse und um Mitternacht ging es weiter ins East. Auch unser Büro ist einfach schön: Dachterasse im fünften Stock, Sicht über Hamburg und die Alster 1 Gehminute entfernt. So nah, dass ich bei gutem Wetter gerne mal ein Meeting an den Bootssteg verlege.

Privatraum

Abschließend kann ich noch sagen, wie gut die letzten Wochen Auszeit getan haben. Ich habe mir ein Kajak gekauft und bin über die Alster geschippert, war viel auf Sylt, dort haben wir auch die Taufe von meinem Sohn Henri gefeiert. Der läuft mittlerweile und ich habe viel mit ihm unternommen. Jetzt brenne ich wieder richtig auf den Job und vor allem genau auf diesen. Wir werden noch viel mehr Fahrt mit wunderloop aufnehmen und ich sehe einen tollen Törn voraus mit allem, was es braucht: Spaß, Abenteuer, Erfolg, neue Gewässer, Neuland, Sturm, Sonne…