6. Februar 2008

AGOF. In eigener Sache.

Als Vermarkter sind wir mit der AOL Digital Marketing Group am wachsen. Die Währung auf diesem Markt sind Nutzerzahlen, Zugriffe, Verweildauer, Reichweite.

Es gibt verschiedene “Währungsinstitute”, die den Markt beobachten und Analysen herausbringen, die über die Geschicke der Online-Vermarkter entscheiden.
IVW etwa oder Nielsen Netratings.
Vor allem aber die AGOF – Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung. Quartalsweise gibt sie eine Who-is-hot-and-who-is-not-Liste heraus, Internetfacts genannt.

Jedes Zahlenwerk wird zerrissen, die von der IVW, die von Nielsen und ja, auch die von der AGOF. Auf einem Blog hieß es im vergangenen Frühjahr: “Das Versagen der AGOF”. Btw mit einer 1a-Reaktion von AGOF-Sprecherin Nadja Elias in den Kommentaren.

Ein Vorwurf war, die AGOF verschließe sich Web 2.0 und verschlafe Entwicklungen der Onlinenutzung. Tut sie nicht, sage ich – als AOL-Geschäftsführer und damit quasi auch als ein Vertreter der AGOF. Beweis? Klickwunder StudiVZ ist in den neuesten Zahlen mit dabei, realistisch eingedampft.

Wir Vermarkter und unsere Kunden brauchen diese Zahlen – auch, wenn jeder Auswertungsweg immer auf seine Art und Weise Schwächen mit sich bringt. Das ist bei Fernsehquoten oder Auflagenzahlen nicht anders.

Länger und ausführlicher will ich nun nichts Allgemeines mehr zur AGOF sagen – weitere Details gibt es etwa hier. Da heißt es unter anderem:
“Die Internet Facts haben alle Voraussetzungen, den IVW-Online-Zahlen auf lange Sicht den Rang als führende Währung für Online-Reichweiten abzulaufen. Die reinen Klickzahlen der IVW sind zu anfällig für Klick-Schinderei (Bilder-Galerien, Newsletter und Co.) und geben keine Auskunft, über die tatsächlichen Nutzer an den Computern.”

Kurzum: Die aktuellen AGOF-Zahlen gaben uns Grund zur Freude. Wir sind wieder mit in den Top10, unser Musikbereich hat in seinem Metier die Nase vorn und in Sachen Stickiness sind wir Spitze. Darauf werden wird uns mit Sicherheit nicht ausruhen.

Apropos Vermarktung: Freut mich, dass unser jüngster Einkauf Goowy diskutiert wird – ein guter Vorstoß in Richtung Widgets.

29. Januar 2008

Bill geht von Bord…

Ja, ich weiß: Viele Leute werden dieses Abschiedsvideo von Großmeister Bill Gates schon kennen. Ich weiß aber aus sicher Quelle, dass es einige Leser meines Blogs gibt, die es noch nicht gesehen haben. Ich finde es groß! Und wer es schon kennt – kann man gut zweimal gucken…


17. Januar 2008

Was AOL von Apple lernen kann…

:-)

8. Januar 2008

Prognosen

Der Januar ist der Monat für Prognosen. Und die sehen in unserem Geschäft derzeit sehr gut aus. Der Kontakter kommt in einer aktuellen Umfrage zu dem Ergebnis: „Im Online-Werbemarkt steckt noch viel Potenzial – und ein Wachstumsende ist noch nicht in Sicht.“ Der Kontakter fragte nach Tops und Flops in der Digital-Branche 2007, nach Wachstumschancen der Branchen, Entwicklung der Online-Werbeausgaben und Trends, die 2008 das Werbegeschäft beeinflussen werden. Meine Meinung:

  1. Web2.0 hat sich 2007 weiterentwickelt. Erfolge sind Facebook und StudiVZ. Flop: Second Life.
  2. Technik wird 2008 eine weit größere Rolle spielen, wenn es darum geht, Werbung im Internet zu platzieren und die richtige Zielgruppe anzusprechen. Video-Inhalte werden wachsen. Werbeformen im redaktionellen Umfeld wie Coaches Corner setzen sich durch.
  3. Die Fußball-EM und Olympia wirken sich positiv auf Werbespendings aus. Mit On-Demand-Inhalten und Content getriebenen Kampagnen bietet das Internet gegenüber klassischen Medien vielfältigere Werbemöglichkeiten.
  4. 2007 entfielen 5,8 Prozent der Werbeausgaben auf Onlinewerbung. Ich glaube, dass in diesem Jahr mindestens 8 Prozent erzielt werden. Darüber hinaus werden mobile Angebote und damit „mobiles Targeting“ elementar.

Happy New Year!

5. Dezember 2007

“Was Apple von AOL lernen kann?”

Dass ich mit dieser Überschrift Beißreflexe auslöse, finde ich sehr bemerkenswert. Dass man sich sachlich mit dem Thema auseinandersetzt, freut mich (auch hier in den weiteren Kommentaren). Bevor aber weitere Apple-Fans ihr Messer wetzen, noch mal zum Kern der Sache: Wir von AOL wissen genau, wie schnell sich Stimmung drehen kann. Design, Nutzeroberfläche, Qualität – alles Eigenschaften, die auch ich sehr an Appleprodukten schätze. Aber allein, dass es hip wird, ein Apple-Produkt zu hacken, würde ich als Verantwortlicher sehr genau beobachten und nicht zu spät Konsequenzen ziehen. Gefahren erkennen, aus Fehlern lernen, Chancen nutzen – darum geht es! Die Überschrift würde ich auch jetzt nicht anders wählen. Ihr sind einige Leser geschuldet, die sonst nie auf diesen Beitrag geklickt hätten ;-)

Auch diskutiert: hier und hier…

EDIT: Dieser Beitrag auf Spiegel Online passt hier hin…