5. Dezember 2007

“Was Apple von AOL lernen kann?”

Dass ich mit dieser Überschrift Beißreflexe auslöse, finde ich sehr bemerkenswert. Dass man sich sachlich mit dem Thema auseinandersetzt, freut mich (auch hier in den weiteren Kommentaren). Bevor aber weitere Apple-Fans ihr Messer wetzen, noch mal zum Kern der Sache: Wir von AOL wissen genau, wie schnell sich Stimmung drehen kann. Design, Nutzeroberfläche, Qualität – alles Eigenschaften, die auch ich sehr an Appleprodukten schätze. Aber allein, dass es hip wird, ein Apple-Produkt zu hacken, würde ich als Verantwortlicher sehr genau beobachten und nicht zu spät Konsequenzen ziehen. Gefahren erkennen, aus Fehlern lernen, Chancen nutzen – darum geht es! Die Überschrift würde ich auch jetzt nicht anders wählen. Ihr sind einige Leser geschuldet, die sonst nie auf diesen Beitrag geklickt hätten ;-)

Auch diskutiert: hier und hier…

EDIT: Dieser Beitrag auf Spiegel Online passt hier hin…

2 Kommentare »

  1. Schade nur, dass sich migrierte AOL Kunden nichtmehr bzw. nur über Umwegen einwählen können…

    Kommentar by JJ — 6. Dezember 2007 @ 20:39

  2. Pffffff … hach, naja. Also erst mal werden hier mit Apple und AOL wohl Äpfel und Birnen verglichen – da sehe ich ein sehr unterschiedliches Buisiness – oder wieviele AOL-Rechner gibt es so tendenziell auf’m Markt.? ,-) Nun habe ich jahrzehntelang selber Apple-Rechner verkauft. Komischerweise waren das immer die Rechner auf denen sich auf dem kleinen heimatlichen SE DOS-Disketten zuerst öffnen ließen, DOS-Emulatoren (PC-Soft) lief auf’m Mac seit schieß mich tot. Anders rum eher nicht. Die Kisten sind auch in heterogene Netzwerke pragmatisch eingebunden worden, da haben Admins von der Windows-Seite her noch mit den Augen gerollt und zu zittern begonnen, wenn’s hieß das LAN aufzumachen. Also nun gerade Apple nur aufgrund der iPhone-Historie jetzt Autismus vorwerfen? Das geht, fürchte ich, nach hinten los.

    Kommt eigentlich keiner der anwesenden Marketingkompetenz – vorausgesetzt man kennt die Figur Steve Jobs und hat diesen sich ein paar Jahre in seiner Komplexität angeguckt – auf die Idee, das genau das nach Hacken des iPhones a) bei Apple selbstverständlich mit einkalkuliert wurde und b) ja ein im Image ziemlich genialer Schachzug ist? Apple nimmt dabei keinen Schaden, im Gegenteil. Ich meine, wer glaubt denn allen Ernstes heute irgendein Teil auf den Markt bringen zu können und behaupten zu können (was sie behaupten müssen – und was sie im Backend glauben, sind ja zwei verschiedene Schuhe), das Gerät sei unhackbar, hat doch schon verloren. Da laufen bei den Hackern die Sanduhren und und jut ist. Das weiß man doch. Man kommuniziert es nur nicht.

    Es aber auf die Reihe zu bekommen, genau so lange die Hacks im Rahmen zu halten, bis das iPhone hierzulande auf einem gänzlichen anderen Cellphone-Markt einzuführen – unter Bedingungen, die jeder Apple als auch Telekom als eigentlich nicht praktikabel diagnostiziert hat und genügend Schwachmaten zu finden, die das kaufen – das ist doch der Witz an der ganzen Sache.

    Jobs weiß ganz genau, dass die Kunden, die er schon auf seiner Seite hat, problemlos die Dinger in den USA erwerben, hacken und nutzen. Apple-User sein, also Apple-Hardcore-User sein, hieß schon immer auch Pirat zu sein.

    Das ist es nämlich, was wir an Apple so *pardon my french* geil finden ;-)

    Ich kenne wirklich viele Apple-User, keiner von denen hat das T-Mobile-Gerät. Ich würde mal behaupten, alteingesessene Mac-User haben hier keine iPhone vie T-Mobile am Start. Das sind PC-User, die das Ding in Deutschland gekauft haben.

    Tut mir leid, das mal sagen zu müssen – Apple rollte den Markt eben etwas anders auf. Und der kleine feine Unterschied in der Historie ist – AOL muss sich öffnen, sonst hat AOL null Chancen mehr auf dem Markt. Jobs macht dicht, primär, erlaubt knallhart kalkulierte Lücken und macht trotzdem noch Gewinn. Ulkig wa?

    Kommentar by creezy — 11. Dezember 2007 @ 20:52

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