30. November 2007

Was Apple von AOL lernen kann…

2004 kam ich zu AOL. Seitdem haben wir uns geöffnet. Unsere Dienste wie Freemail oder Fotocenter sind nun frei und kostenlos von jedem nutzbar. Wir haben uns von unserer proprietären Strategie verabschiedet. Einem Geschäftsmodell, dass als “geschlossene System” häufig kritisiert wurde.

Ganz anders Apple: Wachsende Fangemeinde seit Jahren. Viel gelobt für das Design und die Benutzeroberfläche. Aber halt: Apple ist schon seit Jahren sehr restriktiv und geschlossen. Genau das macht Apples Erfolg und Stabilität sicher zum großen Teil aus. Das wurde Apple in Sachen Hard- und Software, so wie ich es sehe, sehr selten zur Last gelegt. Der iPod ist das inkompatibelste Gerät, dass es zum mobilen Musikabspielen gibt. Aber er funktioniert, sieht gut aus, wird geliebt.

Jetzt gibt es erstmals ein paar Kratzer: Der Start des iPhone in Deutschland bringt Gegenwind mit sich. Konkurrenten unterwandern den Closed Shop T-Mobile/Apple. Auch in meinem Umfeld nutzen Leute ihr iPhone in der gehackten Variante. Es wird schick ein Apple-Produkt zu hacken. In Cupertino würde ich das nicht auf die leichte Schulter nehmen.